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Kundeninformation - Thema: Acrylamid

Acrylamid - Hoch erhitzende Verfahren wie Frittieren, Grillen und Braten nur selten anwenden.
 
Sehr geehrte Kunden und Interessierte der gesundheits- und verantwortungsbewussten Küche. Mit unserer Kunden-Information wollen wir Ihnen Informationen zu den jeweilig brisantesten Themen aus den Bereichen Lebensmittel und Küchentechnik geben.

Bitte beachten Sie bei der Verarbeitung und Zubereitung der betroffenen Produkte folgende Punkte:

Zubereitung in der Küche:

In rohen und gekochten Lebensmitteln (z.B. Reis, gekochte Kartoffeln, Nudeln) konnte bislang kein Acrylamid nachgewiesen werden. Bei der Nahrungszubereitung im Haushalt sollten deshalb schonende Garenverfahren wie Kochen und Dünsten bevorzugt werden.

Hoch erhitzende Verfahren wie Frittieren, Grillen und Braten nur selten anwenden.

Im Einzelnen gilt:

Zubereitungstemperaturen über 175°C möglichst vermeiden!

Je dunkler die Pommes Frites, Rösties, Kroketten etc. - unabhängig, ob sie im Backofen oder der Fritteuse hergestellt werden - sind, desto mehr Acrylamid bildet sich.
Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln zubereiten, dunkle Bräunung möglichst vermeiden.

Zum Braten von Kartoffeln besser Margarine statt Öl verwenden. Margarine enthält ca. 15% Wasser (Öl 0%) . Untersuchungen haben ergeben, dass bei höherem Wassergehalt die Acrylamidwerte niedriger sind. Für die Friteuse aber nur die ausgewiesene Frittierfette benutzen.

Toastbrot: Starkes Anbräunen verursacht höhere Acrylamidwerte.

Mikrowelle:
Bisher gehen die Experten von niedrigen Werten aus, da die Lebensmittel meist nur kurz in der Mikrowelle verweilen. Alte Geräte, die sich nicht von alleine abschalten, haben bei Untersuchungen hohe Werte verursacht.

Lebensmittelauswahl:

Keine grünen Kartoffeln verwenden; Kartoffeln dunkel lagern, um Grünfärbung zu vermeiden.

Bei Kartoffelchips möglichst helle Produkte wählen.

Verzicht auf stark belastete Produkte:

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR; bis zum 31.10.2002 BgVV) hat in einer Modellrechnung dargestellt, dass sich die Aufnahme von Acrylamid um den Faktor 5-6 verringern lässt, wenn man die besonders belasteten Produktgruppen, wie z.B. Kartoffelchips, Pommes frites usw.  seltener – d.h. nur einmal pro Woche – isst.

Weitere Infos erhalten Sie auch beim Acrylamid – Forum vom AID-Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Dort werden auch Fragen zum Thema per Mail beantwortet.

Die fünf wichtigsten Forderungen für Verbraucher:

1.)
Mehr Transparenz. Die deutsche Lebensmittelindustrie ist bislang nicht bereit, freiwillig die aktuellen Acrylamidgehalte ihrer Produkte zu veröffentlichen. Im europäischen Ausland ist dies anders. Wir fordern die Lebensmittelindustrie zur Transparenz auf, denn nur so kann der Verbraucher/ die Verbraucherin eine bewusste Entscheidung treffen und ihre Gesundheitsvorsorge selbst in die Hand nehmen. Verbrauchervertrauen kann man nur durch Transparenz und nicht durch Verschwiegenheit  gewinnen.

2.)
Rechtliche Grundlagen. Die Politik muss klare rechtliche Grundlagen schaffen, damit hochbelastete Lebensmittel vom Markt genommen und die angestrebten Minimierungsmaßnahmen von den Anbietern konkret eingefordert werden können.

3.) 
Durchsetzung des Verbraucherinformationsgesetzes.
Wir fordern die Verabschiedung eines längst überfälligen Verbraucherinformationsgesetzes, das es Behörden ermöglicht, Untersuchungsergebnisse über belastete Produkte zu veröffentlichen, auch wenn keine direkte Gesundheitsgefährdung besteht. Doch dieses Gesetz wurde im Sommer von der Mehrheit des Bundesrates abgelehnt.

4.) 
Veränderung der Zubereitungshinweise. Die Hersteller müssen Ihre Zubereitungshinweise, z.B. Temperaturvorgaben zu Pommes Frites im Backofen, dem heutigen Wissensstand angleichen

5.) 
Verbot von silikonhaltigen Frittierfetten. Untersuchungen ergaben doppelt so hohe Acrylamidwerte bei Frittierfetten mit Silikon, die teilweise heute noch in der teilweise unerfahrenen und uniformierten Gastronomie eingesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:



 
 
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